A BLOGGER’S BLUES und wie es auf tanzendefarben weitergeht

Zwei Wochen anstelle von einer seit meinem letzten Beitrag hier auf dem Blog, reduzierte Aktivität auf Instagram. Ich habe mir wieder ein paar Gedanken gemacht bezüglich meiner Onlinepräsenz, hinterfragt, was ich eigentlich tue, wofür ich überhaupt stehe und stehen will. In diesem Post möchte ich mich ein Stück weit erklären.

Aaaach-tung: mimimimi. Ich bin wirklich ein bisschen am rummosern. Aber hiermit seid ihr gewarnt.

 

Ich habe den Blog-Blues.

Das ist so ungefähr das Gleiche, was Laura Lackschaft in einem ihrer Beiträge schreibt, der schon wieder eine Weile her ist, mit dem ich mich aber sehr identifizieren konnte. Es stimmt ganz einfach, was sie schreibt: das Engagement auf Blogs und sozialen Netzwerken fällt rapide. Ich bekomme hier kaum Kommentare unter meine Texte, das war zugegebenermaßen nie wirklich der Fall, aber auf Instagram ist es schlimmer. Ich erinnere mich, letztes Jahr zur gleichen Zeit mit kleinerer Followerzahl Fotos gepostet zu haben, die meinen heutigen Standards in keiner Weise entsprechen, und dennoch wurden damals fünfhundert Likes aufwärts pro Bild verteilt, während ich doch heute damit kämpfe, überhaupt zweihundert zu erreichen. Besieht man sich das Kommentarverhalten, ist gerade unter den Posts, in denen ich viel schreibe, wenig los, so auch, als ich kürzlich einige Worte zu meiner aktuellen Blogunlust verloren habe. Das liegt zum allergrößten Teil an Instagram selbst. Mich nervt das absolut offensichtliche Paid Reach-Konzept schon seit geraumer Zeit an! Und nein, liebes IG, es ist keineswegs unauffällig, unter einen Post mit minimaler Reichweite zum Promoten aufzufordern, mit der Anmerkung, ebendieses Foto sei erfolgreicher als 95% meiner Beiträge. Wirklich nicht. Es nervt ganz einfach.

 

 

Versteht mich bitte nicht falsch: ich schaue nicht nur auf die Likes und die Reichweite. Zahlen sagen erst einmal nichts aus, rein gar nichts. Was ich stattdessen tue – mir meinen Feed besehen, meine Fotos, und dann ein klein wenig stolz sein darauf, wie ich mich entwickelt habe, meine Bildsprache, meinen Stil. Und dennoch wird dieses Gefühl getrübt durch die ständige Suggestion „… aber es interessiert eben niemanden.“ So gerne ich mir manchmal einbilden würde, es mache mir nichts aus – das tut es. Ich bin ehrlich gesagt eine Person, die Anerkennung von außen braucht, die gerne von der Meinung anderer unbeeindruckt wäre, das aber eben doch nicht ist. Rede mir dann ein, dass das Instagram ist, das mir die Reichweite abdreht, und trotzdem kommen diese Zweifel, trotzdem frage ich mich: „Ist das, was ich tue und teile, wirklich relevant für irgendjemanden da draußen? Oder ist mein Content schlichtweg zu unwichtig, um etwas Engagement zu verdienen?“ Ich zweifle. Immer mehr. Und dieser Reichweitenverlust demotiviert dann.

 

Teilen für das Leben oder leben für’s Teilen?

Die letzten Wochenenden, wenn ich mich an den Schreibtisch gesetzt habe, um zu lackieren und dann Fotos zu machen, hat sich das immer ein bisschen wie eine Pflicht angefühlt. Wie Zwang, den ich mir selbst auferlege, logisch – aber irgendwann war das doch mein Hobby. Eine Tätigkeit, die ich so gerne gemacht habe, dass ich irgendwann begonnen habe, sie mit dem Internet, mit euch da draußen zu teilen. Wenn es gepasst hat, wurden Bilder gemacht. Sonst nicht. Und genug Material war immer da. Irgendwann begann dann der Stress, Schule, andere Hobbies, das Lackieren kam zu kurz. Nachfrage an Fotos für das tägliche Posten auf Instagram war jedoch immer da. Und ich sorgte dafür, auch das Angebot bereitstellen zu können, obwohl ich so manchen Sonntag lieber mit Netflix und meiner Kuscheldecke verbracht hätte. Kürzlich beschloss ich dann einfach: jetzt ist genug. Kein Freizeitstress mehr, einfach fotografieren, wann und was ich will. Keine festen Termine mehr, keine penible Konstanz beim Onlinestellen. Das tut gut, wirklich, und führt vielleicht, nein, hoffentlich dazu, dass ich mein Hobby mal wieder genießen kann. Und es für mich selbst tun kann und nicht für irgendjemanden „da draußen“. Teilen, ganz einfach, weil ich es liebe.

 

Was jetzt also, wie geht es weiter?

Das war zugegebenermaßen einiges an Seelenstriptease meinerseits. Hat gutgetan, ihr wisst das ja, Onlinetagebuch und so. Ich habe lange überlegt, wie ich das hier in Zukunft regeln will, online präsent bleibe ich, das ist zu einer immer noch geliebten Gewohnheit geworden, ich werde weiter teilen. Aber nur Dinge, die ich teilen will. Das heißt für Instagram: nicht nur Nägel, sondern auch mal Kreatives, DIY, Lettering, Bullet Journal, Fotografie, natürlich. Was mir eben so vor die Linse kommt.

Wenn ich ganz genau überlege, bleibt mir ein ganz großer Teil meines Bloggerdaseins, hinter dem ich immer zu hundert Prozent stehen werde: das Schreiben. Das Tippen von Blogbeiträgen, das Festhalten meiner Gedanken, meiner Weltsicht, die Möglichkeit, sich mal etwas von der Seele schreiben zu können, das hat sich immer so gut angefühlt. Und auch, wenn meine thoughts-Posts vielleicht die kleinste Aufmerksamkeit auf diesem Blog bekommen, sie bleiben und werden eher mehr als weniger. Das Herzstück meiner Onlinepräsenz. Worte aneinanderreihen. Worte, mit denen sich manch einer da draußen identifizieren kann, sich ein Stück weit verstanden fühlt. Das ist es, was ich wirklich will. Schreiben und teilen. Nicht unbedingt wöchentlich, sondern genau dann, wenn sich gerade ein Thema anbietet.

 

 

Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr weiterhin dabeibleibt. Man kann es nicht oft genug sagen – aber ein Blog ist und bleibt nichts ohne seine Community. Ich danke euch.

Ein Kommentar bei „A BLOGGER’S BLUES und wie es auf tanzendefarben weitergeht“

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