Was ich selbst kann, soll, will

Eigentlich kann ich sehr viel oder zumindest einiges, auch, wenn ich mich manchmal fühle, als wäre ich einfach zu nichts fähig, oder, noch schlimmer, es brächte einfach nichts. Ich muss so viel. Fühle Druck auf mir, soll einiges tun, manches nicht. Und ich will noch mehr, ganz viel, so viel mehr. Wünsche. Träume in den Tag. Will forschen, entdecken. Meinen sicheren Hafen verlassen, den Wind in meinen Segeln fangen.

Wenn aus einer Woche ein Monat und aus einem Jahr zwei Tage werden

Vierzehn Tage bis Notenschluss. Sieben Prüfungen in zwei Wochen. Ich habe Zeit für alles und für nichts. Und während ich da so sitze, vor der Caesarlektüre, die ich eigentlich übersetzen sollte, weil wir am Mittwoch Latinum schreiben – stop. Wohin sind diese zwei Schuljahre Latein, immer am Montagnachmittag, so verhasst und trotzdem: Sie werden mir fehlen. Ich habe mich eben daran gewöhnt, in diesen zwei Jahren, von denen ich nicht weiß, wo sie abgeblieben sind. Ein Wimpernschlag, einmal in die Hände klatschen. Die Zeit vergeht so schnell, zerrinnt einem jeden zwischen den Fingern, unaufhaltsam. Warum?