Ich will niemanden enttäuschen

Acht Wochen zwischen Weihnachts- und Winterferien. Eine Hungerstrecke, schlecht liegende Feiertage dieses Jahr sind es, die entweder die Energie des Jahreswechsels ausnutzen oder aber uns in dem Glauben bestärken wollen, das neue Jahr wird ganz besonders besch*ssen werden. Tests, Extemporalen, Schulaufgaben, dazu der Bundeswettbewerb Fremdsprachen, dessen Klausurtermin auf denselben Tag gesetzt wurde wie unsere Schulrunde Jugend debattiert. Meine Bewerbung für das Frühstudium, das ich diesen Frühling aufnehmen will, habe ich schon abgegeben, sitze jetzt wieder an der Vorbereitung für Prüfungen, mit dem Gefühl, alle und jeder würden von mir erwarten, gut zu sein. Und ich: lasse mir selbst, ganz allein mir selbst, nichts Geringeres durchgehen als absolute Perfektion. Die Beste zu sein. Alles andere, alles passable, ist wertlos, selbstverständlich, nichts, worauf ich stolz zu sein habe. Ich will doch niemanden enttäuschen. Am allerwenigsten mich selbst.

overthinking 2018.

Und da sitze ich wieder. Sitze nur da, mit dem Laptop auf dem Schoß, es ist still. Das einzige Geräusch sind meine Fingernägel, wie sie auf die Tastatur einhacken, das Licht kommt von unserem Weihnachtsbaum, der Bildschirm ist blendend hell gegen die warm-düstere Atmosphäre. Würde mich jemand fragen, wie es mir in diesem Moment geht, würde er wissen wollen, ob ich glücklich bin – ich könnte es nicht sagen. Es sind Weihnachtsferien, vor drei Tagen war Heiligabend, die Zeit zwischen den Jahren liebe ich doch so sehr. Irgendetwas fühlt sich komisch an, falsch, ich kenne dieses Gefühl, aus vorangegangenen Wochen ist es mir vertraut. Ich weiß immer noch nicht, was das sein soll, Hormonschwankungen, Vitamin-D-Mangel, Jahresenddepressionen? Zu tun ist genug. Schule, wie sonst immer auch, ich müsste einiges erledigen, schiebe es wieder auf, Prokrastination vom Feinsten. Sinniere. Vielleicht ist es Angst? Die Angst davor, dass alles neu beginnt, die Angst vor der Zeit, vor ihrem schnellen Lauf, vor ihrer Unaufhaltsamkeit. Dann wende ich meinem Blick wieder dem Laptopscreen zu, bringe Buchstabe für Buchstabe schwarz auf weiß, auf digitales Papier, geleitet vom Drang, endlich alles aufzuschreiben. Zurückzudenken, mich zu erinnern. Zu reflektieren. Wie war 2018 für mich?

Kämpferherz – weil alles zählt

Niedergänge, Rückschläge, Enttäuschungen. Auf dem Weg nach oben oder aber einfach nur nach vorne liegen so viele Steine, links und rechts des Pfades gähnende Abgründe voll Leere. Manchmal fühlt es sich so an, als würde ich für jeden Schritt nach vorne gleich drei zurücktreten, seit Ewigkeiten gesetzte Ziele zu erreichen scheint so oft unmöglich. Und doch. Ich mache weiter, einfach weiter, muss weitermachen. Kämpfen ist schwer, anstrengend, und trotzdem ist es das Beste und Einzige, was ich tun kann. Immer, für immer. Kämpferherz.

Was ich selbst kann, soll, will

Eigentlich kann ich sehr viel oder zumindest einiges, auch, wenn ich mich manchmal fühle, als wäre ich einfach zu nichts fähig, oder, noch schlimmer, es brächte einfach nichts. Ich muss so viel. Fühle Druck auf mir, soll einiges tun, manches nicht. Und ich will noch mehr, ganz viel, so viel mehr. Wünsche. Träume in den Tag. Will forschen, entdecken. Meinen sicheren Hafen verlassen, den Wind in meinen Segeln fangen.

BuJo Insights // von Ehrgeiz und davon, alles haben zu wollen

Es gibt auch von mir mal wieder ein Bullet Journal-Update, und, wie man das von mir kennt, hab ich mich dazu gedanklich etwas ausgetobt – diesmal soll es hier um Herausforderungen gehen, um den Ehrgeiz, alles haben zu wollen, was geht, und darum, in dem, was man tut, Erfüllung zu finden.

It’s a blogger’s life for me // von der Treppe zum Erfolg

„Erfolg ist eine Treppe, keine Tür.“ – Habe ich in letzter Zeit mehr als einmal gehört. Und immer denke ich: Ja, wirklich. Wie soll es schließlich anders sein? Manchmal ist es leider schwer zu glauben und zu verstehen, dass nach allem Wellengang, nach Rückschlägen, Enttäuschung und Anstrengungen nicht dieser Tag kommt, an dem man sicher […]