Vom Neinsagen

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Ich denke, wir leben in einer Jasager-Gesellschaft. Inmitten von Generalisierung und von Akzeptanz gegenüber Stereotypen und als Fakten angenommene Meinungen der Masse. Und auch die bloße Toleranz, die solchen Unwahrheiten entgegengebracht wird, ist in einer Weise Jasagen. Ja zu scheinbaren Richtlinien, die Zugehörigkeit bewirken, aus Angst, irgendwann ausgestoßen zu sein.

Sich selbst Erfolg zugestehen

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Erfolg. Definitionssache? Eigentlich schon. Und facettenreich, besonders das – beruflicher Erfolg, Erfolg in der Schule, in der Liebe, allgemein im Leben und allgemein anerkannt wohl ziemlich wichtig. Erfolg ist in unserer Gesellschaft schon zu einer Art Währung geworden, mit welcher Bewunderung erkauft werden kann. Aber wie soll eine Währung funktionieren, wenn ihr Wert doch so sehr im Blick eines einzelnen auf sich selbst schwankt?

Ich will niemanden enttäuschen

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Acht Wochen zwischen Weihnachts- und Winterferien. Eine Hungerstrecke, schlecht liegende Feiertage dieses Jahr sind es, die entweder die Energie des Jahreswechsels ausnutzen oder aber uns in dem Glauben bestärken wollen, das neue Jahr wird ganz besonders besch*ssen werden. Tests, Extemporalen, Schulaufgaben, dazu der Bundeswettbewerb Fremdsprachen, dessen Klausurtermin auf denselben Tag gesetzt wurde wie unsere Schulrunde Jugend debattiert. Meine Bewerbung für das Frühstudium, das ich diesen Frühling aufnehmen will, habe ich schon abgegeben, sitze jetzt wieder an der Vorbereitung für Prüfungen, mit dem Gefühl, alle und jeder würden von mir erwarten, gut zu sein. Und ich: lasse mir selbst, ganz allein mir selbst, nichts Geringeres durchgehen als absolute Perfektion. Die Beste zu sein. Alles andere, alles passable, ist wertlos, selbstverständlich, nichts, worauf ich stolz zu sein habe. Ich will doch niemanden enttäuschen. Am allerwenigsten mich selbst.