Ich war hier

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Der Wunsch nach Geltung. Das Verlangen, irgendetwas zu hinterlassen, einen Beweis, dass man etwas getan hat, etwas bewirkt hat, Menschen bewegt, Schicksale verändert. Dass man existiert hat. Hier war. Dass die Welt auf ein wirkliches Vermächtnis eines einzelnen zurückblicken kann, irgendetwas davon hat, dass man einst gelebt hat, irgendwo, irgendwie. Vielleicht ist das wieder der Wunsch nach Sinn – wenn ich diesen subjektiv nicht finden kann, dann will ich ihn einem anderen schenken, weil das wieder Sinn für mich versprechen kann. Oder so. Und vielleicht ist es ganz einfach die Angst: vor dem Vergessenwerden.

Von Kontrollverlust und zerstückelter Ordnung

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Kontrolle. Wenn es alleine steht, ein durchaus mächtiges Wort, das so viel bedeuten kann. Unterschiedliche Assoziationen. Überwachung. Fremdbestimmung. Überprüfung. Oder aber: die Sucht, alles bestimmen zu können, alles festzuhalten, die Illusion, sein Leben selbst führen zu können. Und die Angst, alles zu verlieren. Spüre ich tagtäglich, ich – weiß doch nicht, was mir dann noch bleibt. Ich darf diese Kontrolle nicht aufgeben.