Ich fühl’ mich eingegrenzt // ein wenig Kritik am deutschen Schulsystem

Donnerstagmorgen, kurz vor sechs Uhr. Ich sitze an meinem Schreibtisch, lose eine Fleecedecke über die Schultern geworfen, weil es kalt ist, so früh, daneben brennt eine kleine Leuchte in warmem Licht, wirft harte Schatten in mein Zimmer. Sonst ist es still. Vor mir liegt kariertes Papier, kleinteilig beschrieben mit Formeln, Gleichungen, Graphen. Ich seufze. Schüttele dann den Kopf und versuche, mich wieder auf Mathematik zu konzentrieren, gehe alles wieder und wieder durch und werde dieses beunruhigende Gefühl trotzdem nicht los. Matheschulaufgabe in der ersten Stunde.

Von Freiheit und der Weite der Berge

Freiheit. Das ist ein großer Begriff, der so viel umfasst, so viel verschiedenes, Freiheit ist ein Traum. Ein Traum davon, denken und sagen zu können, was man will, handeln zu können, wie man selbst es für richtig hält. Freiheit ist für mich das Entfliehen aus Alltag und Realität, das Zurücklassen von temporären Sorgen, über allen Dingen zu stehen, ohne schlechtes Gewissen, und wenn auch nur für den Moment. Freiheit ist mein Traum.

Nur kurz unbeschwert und losgelassen durch die Welt tanzen

Mal frei sein, unbeschwert sein, mal alle Sorgen vergessen, sie ganz einfach hinter sich lassen. Über allem stehen, nur kurz, alles ausblenden, die Augen schließen, lächeln, Glücksgefühle. Loslassen von Pflichten und überhaupt von allem, vom Alltag, loslassen und durch die Welt tanzen, als gäbe es kein Morgen, dabei träumen, träumen, als wäre das Leben ewig. Mal einfach nur leben. Nur kurz. Komplett frei sein für diesen einen Moment. Sommer.