Frühlingswind

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Ich sitze an meinem Schreibtisch, neben mir ein geöffnetes Fenster, frische Luft, die nach Neubeginn duftet, nach Sonne und Wärme. Tippe, das Klackern der Tastatur mischt sich mit den Autogeräuschen in der Ferne und hellem Vogelgezwitscher zu einer Sinfonie, die Wörter fließen aus mir heraus, endlich wieder nach so langer Zeit. Alles ist leicht, fängt zumindest gerade an, es zu sein, meine Seele lässt sich davontragen in den Himmel. Frühlingswind.

staying alive is boring // gegen die Leere ankämpfen

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Stille, als ich von meinem Fahrrad absteige, langsam bis zur Haustür gehe und sie aufschließe. Das leise Klappern meines Schlüssels, als er sich im Schloss umdreht, weit entfernt rasen Autos über Asphalt, irgendwo singt eine Frauenstimme. Ich laufe die Treppen hoch, Stufe für Stufe, betrete schließlich unsere Wohnung, wo ich von einem müde rutenwedelnden Hund begrüßt werde. Ansonsten ist niemand da. Stille. Stille, wo vor weniger als zwanzig Minuten die lauten Stimmen meiner Klassenkameraden waren, wo unsere Lehrer Zeugnisse und Jahrbücher verteilten, Stille, wo vorher Leben war. Ich setze mich an den Laptop und beginne, zu tippen, festzuhalten, Worte auf digitales Papier zu bringen. Ein einzelner Versuch, die Leere aus mir herauszuschreiben.