Angst, niemand zu sein

Irgendwie musste ich immer jemand sein, irgendjemand. Eine Assoziation hervorrufen. Eine Botschaft tragen. Irgendeinen Sinn versprechen, nach meinem Namen gedanklich einen relativen Satzanschluss stehen sehen. Alice, die … ja, was eigentlich? Frage ich mich. Zurzeit so oft. Warum kann ich nicht einfach sein? Ich selbst sein? Eine kleine Stimme in meinem Kopf wispert: Wer bist du denn dann noch? Niemand. Und dann habe ich ganz einfach Angst, die Angst davor, niemand zu sein.

overthinking 2018.

Und da sitze ich wieder. Sitze nur da, mit dem Laptop auf dem Schoß, es ist still. Das einzige Geräusch sind meine Fingernägel, wie sie auf die Tastatur einhacken, das Licht kommt von unserem Weihnachtsbaum, der Bildschirm ist blendend hell gegen die warm-düstere Atmosphäre. Würde mich jemand fragen, wie es mir in diesem Moment geht, würde er wissen wollen, ob ich glücklich bin – ich könnte es nicht sagen. Es sind Weihnachtsferien, vor drei Tagen war Heiligabend, die Zeit zwischen den Jahren liebe ich doch so sehr. Irgendetwas fühlt sich komisch an, falsch, ich kenne dieses Gefühl, aus vorangegangenen Wochen ist es mir vertraut. Ich weiß immer noch nicht, was das sein soll, Hormonschwankungen, Vitamin-D-Mangel, Jahresenddepressionen? Zu tun ist genug. Schule, wie sonst immer auch, ich müsste einiges erledigen, schiebe es wieder auf, Prokrastination vom Feinsten. Sinniere. Vielleicht ist es Angst? Die Angst davor, dass alles neu beginnt, die Angst vor der Zeit, vor ihrem schnellen Lauf, vor ihrer Unaufhaltsamkeit. Dann wende ich meinem Blick wieder dem Laptopscreen zu, bringe Buchstabe für Buchstabe schwarz auf weiß, auf digitales Papier, geleitet vom Drang, endlich alles aufzuschreiben. Zurückzudenken, mich zu erinnern. Zu reflektieren. Wie war 2018 für mich?

Was ich selbst kann, soll, will

Eigentlich kann ich sehr viel oder zumindest einiges, auch, wenn ich mich manchmal fühle, als wäre ich einfach zu nichts fähig, oder, noch schlimmer, es brächte einfach nichts. Ich muss so viel. Fühle Druck auf mir, soll einiges tun, manches nicht. Und ich will noch mehr, ganz viel, so viel mehr. Wünsche. Träume in den Tag. Will forschen, entdecken. Meinen sicheren Hafen verlassen, den Wind in meinen Segeln fangen.

Wer oder was sind denn Blogger? // die Sache mit der Influencerei

Was braucht es, um Blogger zu sein? Wann kann man sich selbst Influencer nennen? Und passen diese beiden Bezeichnungen wirklich darauf, was wir hier tun? Ich bin diesen Fragen heute einmal für mich auf den Grund gegangen. Achso, und dabei gilt wie immer: Mein Beitrag auf meinem Blog ist gleich meine Meinung. Ich will hier niemanden angreifen oder auf die Schippe nehmen.