VIBES // dieses Gefühl

Weihnachtszeit. Advent. Die schönste Zeit des Jahres, sagen sie, und ich: stimme zu. Weil Weihnachten so unglaublich spürbar ist, weil etwas in der Luft liegt, nein, nicht nur der warme Glanz von Lichterketten an Schaufenstern, von Kerzen auf dem Adventskranz, nicht nur der Duft nach Plätzchen, Lebkuchengewürz und Mandarinen. Da ist etwas, das tiefer geht, dieses Gefühl, das einen ganz im Inneren erfasst, wenn zum ersten Mal im Jahr Last Christmas im Radio erklingt. Eine warme Umarmung voll Liebe, die zärtlich flüstert: Alles ist gut. Ich bin hier.

A BLOGGER’S BLUES und wie es auf tanzendefarben weitergeht

Zwei Wochen anstelle von einer seit meinem letzten Beitrag hier auf dem Blog, reduzierte Aktivität auf Instagram. Ich habe mir wieder ein paar Gedanken gemacht bezüglich meiner Onlinepräsenz, hinterfragt, was ich eigentlich tue, wofür ich überhaupt stehe und stehen will. In diesem Post möchte ich mich ein Stück weit erklären.

Ich fühl’ mich eingegrenzt // ein wenig Kritik am deutschen Schulsystem

Donnerstagmorgen, kurz vor sechs Uhr. Ich sitze an meinem Schreibtisch, lose eine Fleecedecke über die Schultern geworfen, weil es kalt ist, so früh, daneben brennt eine kleine Leuchte in warmem Licht, wirft harte Schatten in mein Zimmer. Sonst ist es still. Vor mir liegt kariertes Papier, kleinteilig beschrieben mit Formeln, Gleichungen, Graphen. Ich seufze. Schüttele dann den Kopf und versuche, mich wieder auf Mathematik zu konzentrieren, gehe alles wieder und wieder durch und werde dieses beunruhigende Gefühl trotzdem nicht los. Matheschulaufgabe in der ersten Stunde.

Weil ich eben nicht über Politik schreibe

Was kann ich schreiben? Was kann ich schreiben, das Leute da draußen interessiert, mit dem sie sich verbunden fühlen, sich identifizieren können, das polarisiert? Was wird zurzeit denn überhaupt noch geklickt und gelesen? All das frage ich mich so oft. Ständig. Und bin zu meinem persönlichen Ergebnis gekommen, wieso diese Punkte nie wirklich alle auf das zutreffen, was ich schreibe. Hier. In meinen Poetry Slam-Texten. Es ist eigentlich relativ einfach – weil, nun ja, ich eben nicht über Politik schreibe.

plan with me // Oktober Bullet Journal Setup

Der Oktober ist bald schon wieder eine Woche alt, Zeit also, mein aktuelles Bullet Journal Setup auf den Blog zu werfen. Dieses Mal gibt es, anders als im September, nicht nur ein Wochenlayout von mir zu sehen, sondern ein bisschen mehr in Richtung Tracker und jede Menge kreativer Spielraum – Personalisierung, das ist es schließlich, was ein BuJo ausmacht. Passend zum Herbst, den der Oktober endlich eingeläutet hat, habe ich mich in der Gestaltung an passende Töne und Fotos bzw. Doodles gehalten, die dieses wunderbar kuschelige, warme, dunkle Gefühl vermitteln. Los geht’s.

essie // Seaglass Shimmers Collection

[ Werbung // Produktsponsoring durch essie ]

Vor kurzem erreichte mich ein liebes Päckchen von essie, das neben sehr viel Mermaidgeglitzer und Hologefunkel und sogar einer Lichterkette die Seaglass Shimmers Collection enthielt. Mittlerweile wurde die LE in den Stores und Drogerien wieder von der Herbstkollektion abgelöst, online ist sie aber noch erhältlich. Also gibt’s von mir heute keine Swatches, sondern nur ein paar (… viele) Bottleshots und poetische Ausschweifungen für jede Farbe.

Hallo, Herbst.

Etwas Besonderes, auf das ich dieses Jahr so lange gewartet habe, unwissend, wieso überhaupt – klar, Sommer ist schön, wirklich, Sonne, Hitze, manchmal lästige über-dreißig-Grad, Ferien, Urlaub, ein bisschen loslassen und etwas Freiheit. Aber gerade jetzt will ich den Herbst. Ich habe noch nie ein so starkes Verlangen nach Gemütlichkeit und Kuscheldecken und regnerischen Nachmittagen und früher Dunkelheit verspürt, und jetzt, wo wir die letzte Woche Temperaturanstieg verabschieden, ist es endlich so weit, dass ich zaghaft winke und in den Wind flüstere: Hallo, Herbst.

Kämpferherz – weil alles zählt

Niedergänge, Rückschläge, Enttäuschungen. Auf dem Weg nach oben oder aber einfach nur nach vorne liegen so viele Steine, links und rechts des Pfades gähnende Abgründe voll Leere. Manchmal fühlt es sich so an, als würde ich für jeden Schritt nach vorne gleich drei zurücktreten, seit Ewigkeiten gesetzte Ziele zu erreichen scheint so oft unmöglich. Und doch. Ich mache weiter, einfach weiter, muss weitermachen. Kämpfen ist schwer, anstrengend, und trotzdem ist es das Beste und Einzige, was ich tun kann. Immer, für immer. Kämpferherz.

staying alive is boring // gegen die Leere ankämpfen

Stille, als ich von meinem Fahrrad absteige, langsam bis zur Haustür gehe und sie aufschließe. Das leise Klappern meines Schlüssels, als er sich im Schloss umdreht, weit entfernt rasen Autos über Asphalt, irgendwo singt eine Frauenstimme. Ich laufe die Treppen hoch, Stufe für Stufe, betrete schließlich unsere Wohnung, wo ich von einem müde rutenwedelnden Hund begrüßt werde. Ansonsten ist niemand da. Stille. Stille, wo vor weniger als zwanzig Minuten die lauten Stimmen meiner Klassenkameraden waren, wo unsere Lehrer Zeugnisse und Jahrbücher verteilten, Stille, wo vorher Leben war. Ich setze mich an den Laptop und beginne, zu tippen, festzuhalten, Worte auf digitales Papier zu bringen. Ein einzelner Versuch, die Leere aus mir herauszuschreiben.

Was ich selbst kann, soll, will

Eigentlich kann ich sehr viel oder zumindest einiges, auch, wenn ich mich manchmal fühle, als wäre ich einfach zu nichts fähig, oder, noch schlimmer, es brächte einfach nichts. Ich muss so viel. Fühle Druck auf mir, soll einiges tun, manches nicht. Und ich will noch mehr, ganz viel, so viel mehr. Wünsche. Träume in den Tag. Will forschen, entdecken. Meinen sicheren Hafen verlassen, den Wind in meinen Segeln fangen.