VIBES // dieses Gefühl

Weihnachtszeit. Advent. Die schönste Zeit des Jahres, sagen sie, und ich: stimme zu. Weil Weihnachten so unglaublich spürbar ist, weil etwas in der Luft liegt, nein, nicht nur der warme Glanz von Lichterketten an Schaufenstern, von Kerzen auf dem Adventskranz, nicht nur der Duft nach Plätzchen, Lebkuchengewürz und Mandarinen. Da ist etwas, das tiefer geht, dieses Gefühl, das einen ganz im Inneren erfasst, wenn zum ersten Mal im Jahr Last Christmas im Radio erklingt. Eine warme Umarmung voll Liebe, die zärtlich flüstert: Alles ist gut. Ich bin hier.

Ich fühl’ mich eingegrenzt // ein wenig Kritik am deutschen Schulsystem

Donnerstagmorgen, kurz vor sechs Uhr. Ich sitze an meinem Schreibtisch, lose eine Fleecedecke über die Schultern geworfen, weil es kalt ist, so früh, daneben brennt eine kleine Leuchte in warmem Licht, wirft harte Schatten in mein Zimmer. Sonst ist es still. Vor mir liegt kariertes Papier, kleinteilig beschrieben mit Formeln, Gleichungen, Graphen. Ich seufze. Schüttele dann den Kopf und versuche, mich wieder auf Mathematik zu konzentrieren, gehe alles wieder und wieder durch und werde dieses beunruhigende Gefühl trotzdem nicht los. Matheschulaufgabe in der ersten Stunde.