Ich war hier

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Der Wunsch nach Geltung. Das Verlangen, irgendetwas zu hinterlassen, einen Beweis, dass man etwas getan hat, etwas bewirkt hat, Menschen bewegt, Schicksale verändert. Dass man existiert hat. Hier war. Dass die Welt auf ein wirkliches Vermächtnis eines einzelnen zurückblicken kann, irgendetwas davon hat, dass man einst gelebt hat, irgendwo, irgendwie. Vielleicht ist das wieder der Wunsch nach Sinn – wenn ich diesen subjektiv nicht finden kann, dann will ich ihn einem anderen schenken, weil das wieder Sinn für mich versprechen kann. Oder so. Und vielleicht ist es ganz einfach die Angst: vor dem Vergessenwerden.

Existenzblockade

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Ich will schreiben, finde aber keine Worte, finde keinen Fluss, will Buchstaben aneinanderreihen, die mehr ergeben als keinen Sinn, die mehr erzählen, die überhaupt erzählen, irgendetwas aussagen. Ich will schreien, so laut, so lange, bis ich nicht mehr kann, schreien, bis es leise ist, die Stille aus mir herausschreien, damit ich wieder laut sein kann. In mir ist nichts, das sein könnte, aber trotzdem ist da etwas. Eine Blockade. Existenzblockade.